Die frühen Jahre

In ärmlichen Verhältnissen aufwachsend, mussten die Drei schon früh familiäre Schicksalsschläge hinnehmen: Wie auch Elvis verlor Jerry Lee früh seinen Bruder. Johnny Cashs Bruder hatte ebenfalls im Teenageralter einen tödlichen Unfall im Sägewerk.


Die Väter von Elvis und Jerry waren kurzzeitig im Gefängnis, so dass beide eine starke Bindung zu ihrer Mutter entwickeln. Die schulischen Leistungen sind beim kleinen Jerry Lee am auffälligsten: In der dritten Klasse bleibt er fast sitzen, weil er rund um die Uhr die 88 Tasten sortierte. Seine Eltern hatten für ihren Sprössling sogar das Haus verpfändet, um ihm ein Klavier zu kaufen.

Während Elvis nach der Schule als Platzanweiser im Kino jobbt und sich später als LKW-Fahrer verdingt, versucht sich Johnny Cash als Verkäufer für Kühlschränke. Als bei Jerry Lee der zweifelhafte Erfolg beim Verkauf von Nähmaschinen auffliegt, predigt er mit Feuereifer an der Bibelschule Southwestern in Waxahatchie, Texas. Seine lebhafte Boogieversion von My God is real im Stil der schwarzen Bluespianisten aus Haneys Big House führt jedoch zur unehrenhaften Entlassung und Beendigung seiner Priesterausbildung. Ebenso wächst das Interesse an Musik bei Elvis und Johnny Cash, der seine erste Gitarre in Deutschland kaufte.


In jeder freien Minute lauschen die Drei dem Radio. Dabei wandern sie mit einer Drehbewegung am Suchknopf des Radios zur Grand Ol’ Opry, den Funkwellen der Countrymusik – u.a. mit der Carter Family – oder immer wieder auch zu den schwarzen Rhythm & Blues-Sendern. Da kommt der Slogan und die Offerte eines kleinen Blueslabels aus Memphis, Tennessee, wie gerufen: „We record anything, anywhere, anytime.“ Der Lastwagenfahrer Elvis sieht dort seine Chance, der Armut zu entkommen.

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